Als im Oktober 1996 das erste Oraniensteiner Konzert stattfand, ließen das Ensemble Resonanz und die Sopranistin Claudia Barainsky einen Testballon steigen, ob die intime barocke Kapelle im Schloss Oranienstein ein geeigneter Konzertort und in Diez a.d. Lahn ein Publikum zu finden wäre. Ungewohnt die Konzertatmosphäre im barocken Stabssitz der V. Panzerdivision der Bundeswehr – musste doch an der "Wache" jeder Konzertgast namentlich mit Personalausweis erfasst werden. Ein Hochsicherheitstrakt für die Kultur – aber große Begeisterung und ein ausverkauftes Haus! Fortan erleichterten sich die Bedingungen für die Musik. Zahlreich fanden Publikum und viele namhafte Künstler ihren Weg ins Schloss. Sie prägten die Oraniensteiner Konzerte durch Klasse und Qualität.
Sabine Meyer, Sergio Azzolini, das Vogler Quartett und Thomas Zehetmair waren neben dem Ensemble Resonanz große Namen der ersten Jahre. Schnell kamen auch Solisten und Ensembles der Berliner Philharmoniker hinzu – Albrecht Mayer, die Berliner Barock Solisten und das Scharoun Ensemble Berlin. Unvergessen bleiben das Quatuor Sine Nomine, das Tokyo String Quartet und die "Winterreise" mit Christoph Prégardien.
15 Jahre Oraniensteiner Konzerte sind auch eine Erfolgsgeschichte des Public Private Partnership. Das Land Rheinland-Pfalz förderte die Konzertreihe von Anbeginn und animierte zahlreiche Sponsoren und private Gönner, die Konzerte mitzutragen. Heute sind die Oraniensteiner Konzerte eine Institution in Rheinland-Pfalz und nicht mehr wegzudenken aus dem Kulturangebot der Region.


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