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Schloss Oranienstein und die Oraniensteiner |
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Fürstin Albertine Agnes von Oranien (1634 – 1696), eine Enkelin Wilhelm von Oraniens, ließ das Schloss Oranienstein im Jahre 1684 auf den Ruinen des Benediktinerklosters „Dierstein“ errichten. Ihre Nichte, Henriette Amalie von Anhalt Dessau, gestaltete Oranienstein zwischen 1696 und 1709 zum Barockschloss um. Auf Plänen des französischen Architekten Daniel Marot basierend schufen bekannte Baumeister und Künstler ein noch heute zu bewunderndes Juwel. Stuckdecken der Tessiner Meister Castelli und Genone sowie wertvolle Fresken des flämischen Malers Jan van Dijk schmücken die Innenräume des Schlosses. Die barocke Gartenanlage stammt von Friedrich Ludwig von Skell. Seit 1956 befindet sich ein Stab der Bundeswehr in den Räumen des Schlosses. Im Erdgeschoss beherbergt Schloss Oranienstein das der Öffentlichkeit zugängliche „Museum Nassau-Oranien“, in dem die Tradition der Nassau-Oranier in Diez und die jahrhundertealte Verbindung der Stadt zum holländischen Königshaus dokumentiert werden. Durch die Oraniensteiner Konzerte machen hervorragende junge und auch international renommierte Musiker das Schloss und die Stadt Diez seit nahezu 15 Jahren zu einem Brennpunkt des regionalen Kulturgeschehens. „Altes und Neues“ soll dabei verbunden, Fremdes zusammengeführt, Vorurteile gesprengt, Grenzen geöffnet und immer wieder auch Ungewöhnliches gewagt werden: Klassik und Aufbruch. |